Landesverband der Gartenfreunde
Baden-Württemberg e.V.
 
     
  VERBAND TERMINE FACHBERATUNG KONTAKT ZEITSCHRIFT INFOS  
                
Startseite
Aktuelle Gartenarbeiten
Gemusegarten.gif (727 Byte)Gemüsegarten  

                            

Mit dem wärmeren Wetter zeigen sich häufig auch die ersten verunstalteten Kohlpflanzen. Bevor man aber einen Schaden durch die Kohldrehherzmücke annimmt, sollte man sich vergewissern, ob das Insekt tatsächlich der Verursacher ist.
Ein ähnliches Schadbild wie bei der Drehherzmücke entsteht nämlich durch Molybdänmangel: Wachstumsstörungen, verkümmerte Herzblätter, unvollkommen ausgebildete Blattspreiten, Ausbleiben der Kopfbildung – aber keine Maden zwischen den Herzblättern der Pflanzen. Kontinuierlicher Einsatz von Gesteinsmehlen führt zu einer guten Versorgung mit diesem Spurenelement. Bei einem Befall mit der Kohldrehherzmücke müssen immer kleine weiße Maden im Herz der Pflanze vorhanden sein. Die Eier, aus denen sich die Maden entwickeln, werden von
kleinen zarten Mücken mit Hilfe einer weichen Legeröhre in die Kohlpflanzen platziert. Die Mücke fliegt von Mai bis August; ab Mitte Juli werden der Spätkohl und oft auch noch die Steckrüben bedroht. Zum Verpuppen benötigen die Larven einen feuchten Boden, weshalb diese Tiere auf schweren Böden mehr Schaden anrichten als auf reinen Sandböden.Gibt es große Probleme mit diesen Tieren, empfiehlt es sich, die bedrohten Kulturen zumindest während der Flugzeiten mit Gemüsenetzen zu schützen. Die Maschen dieser Netze sind so klein, dass die Mücken ihre Eier nicht in den Kohlpflanzen ablegen können.

Noch lohnen sich Folgesaaten von Erbsen

Um ständig frische Erbsen ernten zu können, ist es empfehlenswert, Mark- und Zuckererbsen bis Mitte Juli alle 14Tage als Folgesaat auszusäen. Das Keimen beschleunigt sich durch ein Einweichen der Erbsen in Wasser über Nacht, bevor man sie aussät. Die Samen werden in Reihen mindestens fünf Zentimeter tief ausgelegt, da Vögel sie sonst gerne ausscharren. In Gebieten, wo erfahrungsgemäß Tauben oder andere Vögel selbst die Keimlinge noch herauspicken, hat es sich bewährt, die Reihen mit Reisig oder Maschendraht abzudecken, bis sich die Jungpflanzen gut entwickelt haben.
Je nach Sorte wachsen die Pflanzen schnell heran; die Höhe schwankt zwischen einem halben bis zu anderthalb Metern. Damit die Erbsenpflanzen nicht zu Boden wehen, ist ein fester Halt erforderlich. Auch wenn bei niedrigen Sorten eine Stütze als nicht notwendig angesehen wird, ist sie doch zu empfehlen, da die Pflanzen bei Wind leicht umknicken. Als altbewährter Halt hat sich Reisig erwiesen, der zeitig, wenn die Erbsen aus dem Boden wachsen, in die Erde gesteckt wird und mindestens so hoch ist, wie die Pflanzen wachsen sollen. Benutzt man Maschendraht als Rankhilfe, so wird dieser vor der Aussaat gezogen. Sind die Pflänzchen eine Handbreit hoch, häufelt man sie an. Bei Trockenheit ist ab Blütenbildung für genügend Feuchtigkeit zu sorgen, da dies die Voraussetzung für ertragreiche Hülsen und Erbsen ist.

Rhabarberernte und -pflege

Erntezeit von Rhabarber ist gewöhnlich von April bis Ende Juni. Verwertbar sind ausschließlich die Blattstiele. Von diesen erntet man grundsätzlich solche, die einigermaßen ausgewachsen sind. Man erkennt das am Zustand der Blätter. Wenn sich die Flächen zwischen den dickeren Blattrippen glätten, ist es soweit. Besonders zu Beginn der Erntezeit mag man mitunter nicht so lange warten. Man sollte aber wenigstens von jeder Pflanze nur ein oder zwei Stiele nehmen, weil sie sonst zu sehr geschwächt wird und der Ertrag sinkt. Von ausgewachsenen Stielen nimmt man pro Pflanze jeweils vier oder fünf, indem man sie mit leichtem Ruck aus der Ansatzstelle herausbricht. Die benachbarten Triebknospen dürfen dabei nicht beschädigt werden, denn aus ihnen entstehen die nächsten Stiele und Blätter. Man schneidet die Stiele auch nicht mit einem Messer ab, weil stehenbleibende Stielreste faulen und so die Triebknospen beeinträchtigen könnten.
Sollte es trocken sein, ist zu wässern mit ein bis zwei Kannen je Pflanze. Blütenansätze sind schon im Entstehen zu entfernen. Johanni, am 24. Juni, ist Ernteschluss. Nun müssen sich die Pflanzen kräftigen fürs nächste Jahr. Gedüngt wird nicht später als Ende Juli.


 
 
 
Aktuelle Informationen
Aktuelle Gartenarbeiten im
     Obstgarten
     Gemüsegarten
     Ziergarten
Lehrgartenverzeichnis
Zugelassene
Pflanzenschutzmittel
Schautafeln