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Aktuelle Pflanzenschutzmeldung des Landwirtschaftlichen
Technologiezentrums Augustenberg |
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| Mitteilung Nr. 10 für den Haus-
und Kleingarten vom 16.06.2010
Heute zu den Themen: Apfelwickler, Pflaumenwickler, Pflaumensägewespe, Monilia-Spitzendürre, Monilia- Fruchtfäule, Falscher Mehltau an Gurke, Kraut- und Knollenfäule an Kartoffel
Kern- und Steinobst:
Bekämpfungsmaßnahmen gegen die aus dem Ei schlüpfenden Räupchen des Apfelwicklers sind fortzuführen. Einsetzbar ist das biologische Granulosevirus-Mittel Granupom Apfelmadenfrei, das als Bestellset über den Handel zu beziehen ist. Da das Granulose-Präparat durch UV Strahlung schnell abgebaut wird, sollte es mehrmals im Abstand von 7 bis 10 Tagen ausgebracht werden. Ebenso ist die Anwendung des Entwicklungshemmers Bayer Garten Raupenfrei möglich, der ebenfalls von den jungen Räupchen gefressen werden muss. Die Wirkungsdauer liegt bei 10 bis 14 Tagen. Bayer Garten Raupenfrei kann maximal dreimal pro Saison angewendet werden. Um den Befallsdruck durch die 2. Generation zu reduzieren, können Wellpapperinge um die Baumstämme angelegt werden, unter denen sich die Raupen der 1. Generation zur Verpuppung verkriechen. Die Fanggürtel sollten ab Anfang Juli wöchentlich abgenommen werden und die darunter befindlichen Raupen abgesammelt werden.
Steinobst:
Früchte, die von Pflaumenwickler bzw. Pflaumensägewespe befallen sind, sollten regelmäßig abgeschüttelt, aufgesammelt und aus dem Garten entfernt werden. Bei Befall durch Monilia- Spitzendürre sollten die absterbenden Triebspitzen bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden. Betroffen sind v.a. Sauerkirschen. Bei nasser Witterung werden die reifenden Kirschen oft von der Monilia- Fruchtfäule befallen. Wenn vor der Ernte Nässeperioden eintreten, können dagegen ab Gelbfärbung der Früchte 2-3 Behandlungen mit Monizin Obst Pilz-Frei bzw. Bayer Garten Obst-Pilzfrei erfolgen. Die Wartezeit beträgt 3 Tage. Um die Ansteckung weiterer Früchte zu verhindern, sollten befallene
Kirschen laufend entfernt werden.
Gurke:
In Gurken wurde der Befall mit Falschem Mehltau festgestellt. Spritzungen mit Azoxystrobin, z.B. Fungisan Gemüse-Pilzfrei, Rosen Pilz-Frei Boccacio u.a. (Wartezeit 3 Tage), schützen die Gurken vor Falschem und Echtem Mehltau. Wenn gelbe, durch Blattadern begrenzte Flecken,
also die ersten Symptome des Falschen Mehltaus auf den Blättern sichtbar werden, kann mit Spezial-Pilzfrei Aliette (Wartezeit 4 Tage) eine weitere Ausbreitung verhindert werden.
Kartoffel:
Die Infektionsgefahr für einen Befall mit der Kraut- und Knollenfäule ist bei der derzeitigen Witterung hoch. Achten Sie auf bräunliche Flecken auf der Oberseite und weißen Pilzrasen auf der Unterseite der Blätter. Dieser ist bei hoher Luftfeuchte vor allem morgens gut zu erkennen.
Die Sporen werden bei Regen in den Boden gewaschen und infizieren dort die Knollen. Deshalb sollten die Kartoffeln durch Spritzungen, z.B. mit Cueva Pilzfrei, Trimangol, oder Gemüse-Pilzfrei Polyram WG, geschützt werden. Befallenes Kraut ist eine Infektionsquelle, und sollte deshalb entfernt und vernichtet werden.
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| Mitteilung Nr. 8 für den Haus-
und Kleingarten vom 27.05.2010
Heute zu den Themen: Schorf, Apfelmehltau, Kirschfruchtfliege, Grauschimmel an Erdbeere und Strauchbeeren, Gemüse
Kern- und Steinobst:
Der Vorrat an Wintersporen des Apfeschorfs neigt sich dem Ende zu. Aufgrund der langen Blattnässe der letzten Tage und der weiterhin vorhergesagten Niederschläge sollten die Behandlungen gegen Schorf dennoch weitergeführt werden. Zur vorbeugenden Behandlung vor
Regenperioden können Netzschwefelpräparate eingesetzt werden. Eine kurative Behandlung ist mit z.B. Pilzfrei Ectivo oder Duaxo Universal Pilz-frei möglich.
Auch der Mehltauschnitt von befallenen Triebspitzen und Blütenbüscheln sollte fortgesetzt werden. Die bei Schorf genannten Präparate wirken auch gegen Mehltau.
Die Vermadung der Süßkirschen wird von der Kirschfruchtfliege verursacht, deren Flug in frühen Gebieten bereits eingesetzt hat. Sauerkirschen und frühe Süßkirschen, die in den ersten 3 Kirschwochen reifen, sind weniger befallsgefährdet. Eine direkte Bekämpfung ist im Hausund
Kleingarten zulassungsbedingt nicht möglich. Für kleinkronige Bäume bietet sich zur vorbeugenden Bekämpfung die Kompletteinnetzung mit einem engmaschigen Kulturschutznetz (Maschenweite 1,35 mm x 1,35 mm) an. Das Netz sollte dabei auch am Stamm völlig dicht
abschließen. Bei sehr hohen Bäumen können auch evtl. einzelne Ästpartien eingenetzt werden.Zum Abfangen des Schädlings können auch beleimte Gelbtafeln verwendet werden. Je nach Größe des Baumes sollten pro m Kronenhöhe 2 Fallen auf die Sonnenseite positioniert werden.
Wichtig ist es auch, den oberen Kronenbereich zu bestücken, da dort erfahrungsgemäß der größte Befallsdruck herrscht. Bei dieser Methode ist jedoch nur eine gewisse Befallsminderung bei isoliert stehenden Kirschbäumen bzw. wenn alle Kirschbäume in der Nachbarschaft mit
Gelbtafeln bestückt werden, zu erwarten.
Diverse Kulturen:
Die kühle Witterung in Verbindung mit Niederschlägen lässt wenig Aktivität der Schädlinge zu. Generell sind die Pflanzungen weiterhin auf Schnecken zu kontrollieren und können ggf. mit Schneckenzäunen oder Schneckenkorn, z. B. Ferramol Schneckenkorn, geschützt werden.
Salat:
Witterungsbedingt ist in Salat Falscher Mehltau zu beachten. Neue Rassen des Erregers durchbrechen immer wieder die Resistenz, so dass die derzeit resistenten Sorten keinen sicheren Schutz bieten. Wo mit Ausfällen zu rechnen ist, kann in Kopfsalat bei Befallsbeginn mit
Spezial-Pilzfrei Aliette (3 g/10 m², Wartezeit 14 Tage) gespritzt werden.
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| Mitteilung Nr. 20 für den Haus-
und Kleingarten vom 06.11.2009
Heute zu den Themen: Wildverbiss, Kontrolle der Leimringe gegen den Frostspanner und Arbeiten im Garten
Obst- und Ziergehölze:
Die Gefahr, dass Rehe und Hasen Obstbäume während des Winters durch Verbiss schädigen,
ist sehr groß.
Diese Gefahr ist besonders dann gegeben, wenn eine geschlossene Schneedecke das Auffinden anderer Nahrungsquellen erschwert. Zur Vorsorge gegen Wildverbiss ist es empfehlenswert bei Hausgärten in Ortsrandlage alte Zäune umgehend auszubessern, damit das Wild keinen Durchschlupf findet. Einzeln stehende Jungbäume im freien Feld schützt man am besten mit Drahthosen aus engmaschigem Geflecht, Plastikspiralen oder durch dünne Latten. Das später beim Winterschnitt der Bäume anfallende Holz verbleibt als Ablenkfütterung unter den Bäumen. Vor allem nach Schneefällen sollte immer etwas frisches Schnittholz auf
dem Schnee liegen.
Mit den ersten Frösten beginnt das Schlüpfen der nicht flugfähigen Frostspannerweibchen. Es
ist wichtig, in den kommenden Wochen die an den Obstbäumen angelegten Leimringe öfter zu
kontrollieren. Dabei sind anklebende Blätter, die den Frostspannerweibchen beim Aufwandern
in Baumkronen als Brücke dienen, zu entfernen. Wenn die Leimringe stark verschmutzt oder mit
Insekten voll besetzt sind, ist es erforderlich, die Leimringe zu erneuern.
Arbeiten im Garten:
Im Ziergarten ist jetzt Pflanzzeit. Nach dem Laubfall kann man sommergrüne Sträucher, auch Rosen und Obstgehölze pflanzen. Sind größere Wurzeln abgerissen, sollte man sie nachschneiden und die Wunde mit einem Wundverschlussmittel bestreichen. Nach dem Pflanzen ist auf gutes Wässern, vor allem bei ballenlosen Pflanzen zu achten.
Stauden können noch bis in den November hinein gepflanzt und geteilt werden.
Vor dem Einsetzen des Winters sollten immergrüne Pflanzen (z.B. Rhododendren und
Koniferen) kräftig gewässert werden.
Blumenwiesen und Rasen werden ein letztes Mal in diesem Jahr gemäht.
Gartenabfälle sind auch als Winterquartier für zahlreiche Tiere geeignet. Ein Laub- oder Reisighaufen an einer versteckten Stelle im Garten bietet Unterschlupfmöglichkeiten und Frostschutz für Igel, Kröten, Echsen und zahlreiche Insekten. |
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| Mitteilung Nr. 19 für den Haus-
und Kleingarten vom 15.10.2009
Heute zu den Themen: Kleiner Frostspanner, Rinden- und Holzkrankheiten, Lauchminierfliege und Schnecken
Obst- und Ziergehölze:
Zur vorbeugenden Regulierung des Kleinen Frostspanners haben sich bei größeren Baumformen das Anlegen von Leimringen bewährt. Damit wird das Aufwandern der flügellosen Frostspannerweibchen in die Krone zur Eiablage verhindert. Bei dieser umweltfreundlichen Abwehrmaßnahme ist darauf zu achten, dass die Gürtel lückenlos und fest um den Stamm anliegen. Die Anbringung der Leimringe erfolgt i.d.R. Ende Oktober. Nach stärkeren Stürmen sollte man die Leimringe kontrollieren und von anhaftenden Blättern befreien, die dem
Weibchen als Brücke dienen können. Ebenso sollte der Belag regelmäßig auf Fängigkeit geprüft werden. Der Fachhandel bietet verschiedene vorgefertigte Leimringe und eine leimfreie Variante an. Mit „Brunonia Raupenleim“ wurde auch ein Raupenleim zum direkten Auftragen auf die Rinde zugelassen.
Vor dem Eintritt der Winterruhe sollten alle Gehölze auf Befall durch Rinden- und Holzkrankheiten kontrolliert werden. Befall wird bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten, abgestorbene Äste, Zweige oder Fruchtmumien werden entfernt. Zapfen sind beim Schnitt grundsätzlich zu vermeiden. Größere Schnittwunden sollten mit einem scharfen Messer geglättet werden und sofort mit einem Wundverschlussmittel versorgt werden.
Schnittmaßnahmen sind möglichst bei trockener Witterung durchzuführen. Befallenes Schnittholz sollte rasch vernichtet werden. Ergänzend können insbesondere an Steinobst weiße Baumanstriche an Stämmen und stärkeren Gerüstästen vorgenommen werden. Das Weißeln vor dem ersten Frost verhindert oder reduziert die Bildung von Frostrissen, und somit das Entstehen von Eintrittspforten für Schaderreger. Viele Schadpilze, wie z.B. Apfelschorf, Marssonina-Blattfleckenkrankheit der Walnuss und Sprühfleckenkrankheit der Kirsche, überwintern im Falllaub. Durch das sorgfältige Entfernen des Falllaubes kann eine deutliche Minderung des Befallsdrucks im kommenden Jahr erzielt werden.
Lauch:
Die Lauchminierfliege legt noch immer Eier ab. Die Lauchpflanzen müssen deshalb weiter mit Vlies oder Kulturschutznetzen geschützt werden.
Schnecken:
Aufgrund der Niederschläge in den letzten Tagen wurden die Schnecken wieder aktiv. Nach der langen Trockenheit ist ihr Appetit sehr groß. Gemüsekulturen, insbesondere Kohlgemüse und Salat-Arten, aber auch Zierpflanzen sollten deshalb sorgfältig kontrolliert werden. Bei Befall kann noch einmal Schneckenkorn zwischen die Pflanzen gestreut werden. |
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| Mitteilung Nr. 16 für den Haus-
und Kleingarten vom 01.09.2009
Heute zu den Themen: Apfelwickler, Spätschorf- und Fruchtfäuleerreger, Stippe, Saat und Anzucht von Feldsalat und Kraut- und Braunfäule an Tomate
Kernobst:
Der Flug des Apfelwicklers ist seit Mitte August rückläufig. Eine abschließende Behandlung bei Spätsorten ist nur bei starkem Befallsdruck notwendig. Die Bekämpfung der schlüpfenden Larven kann mit dem biologischen Granulosevirus-Mittel Granupom Apfelmadenfrei erfolgen, um eine Spätvermadung der Früchte zu vermeiden. Für das Mittel ist keine Wartezeit einzuhalten. Befallene Früchte sollten weiterhin entfernt werden. Infolge des feuchtwarmen Wetters kann das Auftreten von Lagerschorf und weiterer Fruchtfäuleerreger, wie z.B. Monilia, den Fruchtertrag erheblich schmälern. Es wird erinnert, eine Abschlussbehandlung vor der Ernte bei Lagersorten durchzuführen. Durch diese Maßnahme kann der Fäulnisbefall im Lager deutlich gesenkt werden. Die Behandlung kann mit Pilzfrei Ectivo, Klick&Go Pilzfrei Saprol oder Bayer Garten Universal Pilzfrei-M erfolgen. Alle genannten Pflanzenschutzmittel haben gemeinsam den Wirkstoff Myclobutanyl und dürfen maximal 6 mal pro Jahr eingesetzt werden. Vom Zeitpunkt der letzten Spritzung bis zur Ernte ist eine Wartezeit von 14 Tagen einzuhalten. Faule Früchte sollten entfernt werden, um die Ansteckung gesunder Früchte zu vermeiden. Für die abschließende Behandlung vor der Ernte wird bei stippeempfindlichen Apfelsorten eine Behandlung mit speziellen Calcium-Blattdüngern, wie z.B. Düngal Calcium, empfohlen.
Feldsalat:
Für eine gute Versorgung mit Feldsalat im Herbst und Winter kann man bis Mitte September Feldsalat aussäen. Dies geschieht am besten auf einem feinkrümeligen und unkrautfreien Boden. Vorteilhaft ist eine Reihensaat im Abstand von 15 cm. Dadurch ist es einfacher, später auflaufende Unkräuter zu entfernen. Die Körner werden in Saatrillen von 1 bis 2 cm Tiefe abgelegt, wobei etwa 60 bis 80 Korn pro laufenden Meter benötigt werden. Bei einer dichteren Saat entwickeln sich die einzelnen Pflanzen nicht optimal. Zusätzlich erhöht sich der Infektionsdruck durch Pilzkrankheiten. Nach der Saat ist für eine gute Bodenfeuchte zu sorgen. Eine Düngung ist in den meisten Fällen nicht notwendig, da von den Vorkulturen noch ausreichend Nährstoffe im Boden vorhanden sind. Die Nährstoffversorgung dieser schwachzehrenden Pflanzen ist auch durch eine gute Kompostwirtschaft (1 cm Schichtstärke/Quadratmeter und Jahr) gesichert.
Tomate:
Das trockene und warme Spätsommerwetter hat die Ausbreitung der Kraut- und Braunfäule an den Tomaten gestoppt. Tomaten, die nicht durch ein Dach vor Niederschlag geschützt sind, sollten am Ende der Schönwetterperiode und vor dem nächsten Regen noch einmal mit einem Kupfermittel gespritzt werden. Geeignet sind Mittel mit dem Wirkstoff Kupferoktanoat, z.B. Cueva Pilzfrei, oder mit Kupferoxychlorid, z.B. Bayer Kupferkalk, Kupferspritzmittel und Universal Pilz-Frei Kupfer Konz. 45, durchgeführt werden. Mit Cueva Pilzfrei sind maximal 12 Anwendungen je Jahr möglich. Mittel mit dem Wirkstoff Kupferoxychlorid dürfen maximal
zweimal in der Kultur bzw. je Jahr zur Anwendung kommen. |
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Mitteilung
Nr. 14 für den Haus-
und Kleingarten vom 06.08.2009
Heute zu den Themen:
Apfelwickler, Fruchtmonilia an
Pflaume, Rhizomfäule der Erdbeere, Triebsterben
und Raupen an Buchsbaum
Kernobst:
Der Flug des Apfelwickler hält
an. Behandlungen mit Granupom Apfelmadenfrei (keine
Wartezeit) sollten im Abstand von 7 bis 10 Tagen fortgeführt
werden. Ebenso ist die Anwendung des
Entwicklungshemmers Bayer Garten Raupenfrei im Abstand von 10 bis 14
Tagen möglich. Mit diesem Präparat sind max. 3 Behandlungen
erlaubt. Die Wartezeit beträgt 14 Tage. Befallene
Früchte sollten regelmäßig abgesammelt werden.
Steinobst:
Schwül-warme Witterung und Niederschläge
schaffen günstige Infektionsbedingungen für die
Monilia- Fruchtfäule. Wo erfahrungsgemäß hoher Befallsdruck herrscht,
können bei Pflaumen und Zwetschgen ab dem Färben
der Früchte bis zur Reife 1 bis 2 Spritzungen mit Bayer Garten
Obst-Pilzfrei und Monizin Obst Pilz-Frei (Wartezeit 3 Tage) im
Abstand von 12 bis 14 Tagen durchgeführt werden.
Erdbeeren:
Zur vorbeugenden Bekämpfung
der Rhizomfäule können Erdbeeren vor der Pflanzung per
Tauchbehandlung mit den Mitteln Spezial Pilzfrei Aliette, Fosetyl
Pilzfrei oder Bayer Garten Spezial-Pilzfrei
behandelt werden. Aus Verträglichkeitsgründen muss nach der Pflanzung
beregnet werden. Die Anwendungshinweise in der Gebrauchsanleitung
sind sorgfältig zu beachten.
Buchsbaum:
In Privatgärten und auf
Friedhöfen ist zur Zeit an Buchsbaum verbreitet ein von dem Pilz
Cylindrocladium buxicola verursachtes Blatt- und Triebsterben
festzustellen. Der Befall beginnt mit dem
Verbräunen von Einzelblättern, die im weiteren Krankheitsverlauf
abfallen. Auf den befallenen Trieben sind
schwarze Streifen zu erkennen. Im Endstadium kommt es zu einem
Absterben der Triebe. Bei hoher Luftfeuchtigkeit tritt auf den
abgestorbenen Blättern, vor allem im Falllaub,
ein dichter weißer Sporenrasen auf. Der Erreger des Triebsterbens
benötigt für eine erfolgreiche Infektion eine
Blattnässedauer von nur fünf Stunden. Temperaturen von 25 °C sind
optimal für seine Entwicklung. Es werden alle Buchsarten und
-sorten befallen. Befallene Pflanzen müssen
zurückgeschnitten oder gegebenenfalls gerodet werden. Das
Schnittgut wie auch die oberste Bodenschicht, in der Sporen des
Pilzes überdauern können, sind sorgfältig zu
entfernen und zum Hausmüll zu geben. Das Material darf auf keinen Fall
kompostiert werden! Verwendetes Werkzeug ist sorgfältig zu
reinigen und zu desinfizieren (z.B. mit 70 %
Alkohol). Eine Nachpflanzung an der gleichen Stelle sollte vermieden
werden. Beim Zukauf neuer Pflanzen ist eine
sorgfältige Kontrolle zu empfehlen. Wenn schwarze
Verfärbungen an den Trieben oder Blattfall festgestellt werden, ist von
einem Kauf abzuraten. Um unnötige Blattnässe zu
vermeiden, sollte man die Pflanzen nur von unten gießen. Wenn
Kübelpflanzen unter Dach gestellt werden, sind Infektionen durch
den Pilz nahezu ausgeschlossen. Im Haus- und
Kleingarten sind keine Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung
des Triebsterbens an Buchsbaum zugelassen. Wenn gegen den Echten
Mehltau und den Buchsbaumrost, mit Myclobutanil,
z.B. Pilzfrei Ectivo, mit Metiram, z.B. Compo Pilz-frei Polyram
WG oder mit Azoxystrobin, z.B. Rosen- und Gemüse-Pilzfrei Rospin,
Rosen-Pilz-Frei Boccacio, in Abständen von 10 bis
14 Tagen gespritzt wird, erhalten die Pflanzen als Nebenwirkung auch
einen Schutz vor dem Triebsterben. Da die Möglichkeiten der
chemischen Bekämpfung jedoch begrenzt sind,
dürfen die zuvor genannten Abwehrmaßnahmen auf keinen Fall
vernachlässigt werden. Bei
der Kontrolle der Buchsbäume ist gleichzeitig auf die grünen, zwischen
Blättern eingesponnen Raupen des
Buchsbaumzünslers zu achten. Der Schädling hat sich von Weil am
Rhein und Kehl ausgehend im Rheintal weiter ausgebreitet.
Einzelne Funde gibt es aber auch aus anderen
Landesteilen. Der Befall kann durch das Absammeln
der Raupen und das Herausschneiden der Gespinste
reduziert werden. Zur direkten Bekämpfung stehen die Mittel
Schädlingsfrei Neem und Bayer Garten
Schädlingsfrei Calypso zur Verfügung. |
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Mitteilung
Nr. 12 für den Haus-
und Kleingarten vom 14.07.2009
Heute zu den Themen:
Apfelwickler, Fruchtfäule an
Pflaumen, Sprühfleckenkrankheit
an Süß- und Sauerkirschen, Gelbtafeln an Kirschen, Falscher
Mehltau an Gurke und Dürrfleckenkrankheit, sowie Kraut- und
Braunfäule an Tomate
Kernobst:
Es wird daran erinnert,
Behandlungen gegen die schlüpfenden Räupchen des Apfelwicklers im
Juli fortzuführen. Einsetzbar ist das biologische
Granulosevirus-Mittel Granupom Apfelmadenfrei,
das als Bestellset über den Handel zu beziehen ist. Das Granulose-
Präparat sollte ab Anfang Juli mindestens dreimal
im Abstand von 7 bis 10 Tagen ausgebracht werden.
Es besteht keine Wartezeit. Ebenso ist die Anwendung des
Entwicklungshemmers Bayer Garten Raupenfrei
möglich. Im Juli sollten zwei Anwendungen im Abstand von ca. 14 Tagen
erfolgen. Bayer Garten Raupenfrei kann maximal dreimal pro Saison
angewendet werden. Die Wartezeit beträgt 14 Tage.
Das regelmäßige Auflesen von Fallobst kann bei isoliert stehenden
Apfel- und Birnbäumen den Befall für das Folgejahr reduzieren.
Steinobst:
Mit zunehmender Fruchtreife steigt
insbesondere bei regnerischer Witterung die Gefahr von
Fruchtfäulen bei Pflaumen und Zwetschgen an. Im Haus- und
Kleingarten kann das Mittel Bayer Garten
Obst-Pilzfrei bzw. Monizin Obst Pilz-Frei vorbeugend eingesetzt werden.
Eine erste Behandlung erfolgt ab beginnender
Umfärbung; eine zweite Spritzung kurz vor der Ernte. Die
Wartezeit beträgt 3 Tage.
Auf der Blattoberseite von Süß- und Sauerkirschen sind rötliche
Fleckchen zu finden. Auf der Blattunterseite
zeigen sich kleine weißliche Flecken. Das Schadbild wird durch die
Sprühfleckenkrankheit verursacht, die v.a. durch feuchte
Witterung im Mai und Juli begünstig wird.
Stärkerer Befall führt v.a. bei Jungbäumen zu vorzeitigem Blattfall.
Wachstum und Holzausreife leiden dadurch
erheblich. Wo eine Monilabekämpfung mit einem Myclobutanil-
Präparat wie z.B. Pilzfrei Ectivo durchgeführt wurde, ist eine
Nebenwirkung auf die Sprühflecken-krankheit
zu erwarten.
Sollten Gelbtafeln zur Bekämpfung der Kirschfruchtfliege aufgehängt
worden sein, sollten diese spätestens zur Ernte
wieder abgehängt werden, da zahlreiche Nützlinge und indifferente Arten
auf ihnen kleben bleiben.
Gurke:
Die Infektionsgefahr für
den Falschen Mehltau hält an. Wenn noch eine längere Ernte
vorgesehen ist, sollten die Gurken noch einmal mit
Spezial-Pilzfrei Aliette oder Bayer Garten
Spezial-Pilzfrei gespritzt werden. Im Jahr sind im Gewächshaus maximal
drei, im Freiland maximal vier
Anwendungen möglich. Bis zur nächsten Ernte muss eine Wartezeit
von 4 Tagen eingehalten werden.
Tomate:
Die ausgiebigen
Niederschläge haben günstige Infektionsbedingungen für die Kraut- und
Braunfäule und die Dürrfleckenkrankheit geschaffen. Die Kraut-
und Braunfäule verursacht braune Flecken auf
Blättern, Stängeln und Früchten. Bei hoher Luftfeuchtigkeit ist ein
grauweißer Pilzrasen auf den Flecken zu erkennen. Auch der
Erreger der Dürrfleckenkrankheit befällt Blätter,
Stängel und Früchte. In den Flecken bilden sich jedoch um die
Infektionsstelle mehrere ringförmige Zonen. Wenn die Tomaten nicht durch ein Dach vor Niederschlag geschützt sind,
sollten sie mit Kupferoktanoat, z.B. Cueva
Pilzfrei, gegen die Kraut- und Braunfäule geschützt werden. In der
Kulturzeit sind 12 Anwendungen möglich.
Mittel mit dem WirkstoffKupferoxychlorid, z.B. Bayer Kupferkalk,
Kupferspritzmittel und Universal Pilz-Frei Kupfer
Konz. 45, sind gegen beide Tomatenkrankheiten zugelassen. Sie
dürfen maximal zweimal in der Kultur zur Anwendung kommen.
Nach einer Spritzung mit einem Kupfermittel muss man 7 Tage bis zur
nächsten Ernte warten.
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Mitteilung
Nr. 9 für den Haus-
und Kleingarten vom 10.06.2009
Heute zu den Themen:
Apfelwickler, Feuerbrand, Grüne
Apfelblattlaus und Zitronenlaus, Pflaumenwickler
und Pflaumensägewespe, Fruchtfäule an Kirschen
und Falscher Mehltau an Gurke
Kernobst:
Bekämpfungsmaßnahmen gegen die
aus dem Ei schlüpfenden Räupchen des Apfelwicklers
sind fortzuführen. Einsetzbar ist das biologische
Granulosevirus-Mittel Granupom Apfelmadenfrei,
das als Bestellset über den Handel zu beziehen ist. Da das Granulose-Präparat
durch UV Strahlung schnell abgebaut wird, sollte es mehrmals im Abstand
von 7 bis 10 Tagen ausgebracht werden. Ebenso ist
die Anwendung des Entwicklungshemmers Bayer
Garten Raupenfrei möglich, der ebenfalls von den jungen Räupchen
gefressen werden muss. Die Wirkungsdauer liegt
bei 10 bis 14 Tagen. Bayer Garten Raupenfrei kann maximal dreimal
pro Saison angewendet werden. Um den Befallsdruck durch die 2.
Generation zu reduzieren, können Wellpapperinge
um die Baumstämme angelegt werden, unter denen sich die Raupen
der 1. Generation zur Verpuppung verkriechen. Die Fanggürtel
sollten ab Anfang Juli wöchentlich abgenommen
werden und die darunter befindlichen Raupen abgesammelt werden.
An Triebspitzen von Apfelbäumen treten derzeit verstärkt grüne
Blattläuse auf. Es handelt sich dabei in der
Regel um Mischpopulationen aus Grüner Apfelblattlaus und Zitronenlaus.
Eine Regulierung ist nicht notwendig, da die
Läuse erfahrungsgemäß ausreichend von Nützlingen
kontrolliert werden.
Die ersten Feuerbrandsymptome sind sichtbar. Es wird erinnert, Quitten,
Birnen und Apfelbäume auf Feuerbrandbefall zu
kontrollieren, und befallsverdächtige Triebe oder Äste bis
ins gesunde Holz zurückzuschneiden und zu verbrennen bzw. über
den Hausmüll zu beseitigen.
Steinobst:
Früchte, die von Pflaumenwickler bzw.
Pflaumensägewespe befallen sind, sollten regelmäßig
abgeschüttelt, aufgesammelt und aus dem
Garten entfernt werden.
Bei anhaltend feuchter Witterung während der Fruchtreife ist
einem hohem Infektionsdruck durch die Monilia
Fruchtfäule an Kirschen zu rechnen. Zur Bekämpfung haben sich 2
Behandlungen vor Regenperioden mit Monizin Obst Pilz-Frei bzw.
Bayer Garten Obst-Pilzfrei bewährt. Die erste
Spritzung erfolgt zum Umfärben der Früchte, die zweite kurz vor der
Ernte der Früchte (Wartezeit 3 Tage). Möglich ist
auch die Anwendung des Pflanzenstärkungsmittels
Neudo-Vital, das die allgemeine Widerstandskraft erhöht. Um die
Ansteckung weiterer Früchte zu verhindern,
sollten befallene Früchte regelmäßig entfernt werden.
Gurke:
An Gewächshausgurken wurde
im Rheintal und am Bodensee erster Befall mit Falschem
Mehltau festgestellt. Wenn in den nächsten Tagen weiterhin durch
große Temperaturunterschiede zwischen Tag und
Nacht in den Gewächshäusern mit Taubildung
gerechnet werden muss, besteht erhöhte Infektionsgefahr. Spritzungen mit
Azoxystrobin, z.B. COMPO Universal Pilz-frei,
Fungisan Gemüse-Pilzfrei, Rosen Pilz-Frei Boccacio u.a. (Wartezeit
3 Tage), schützen die Gurken vor Falschem und Echtem Mehltau.
Wenn gelbe, durch Blattadern begrenzte Flecken,
also die ersten Symptome des Falschen Mehltaus auf den
Blättern sichtbar werden, kann mit Spezial-Pilzfrei Aliette
(Wartezeit 4 Tage) eine weitere Ausbreitung
verhindert werden. |
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Mitteilung
Nr. 8 für den Haus-
und Kleingarten vom 02.06.2009
Heute zu den Themen:
Schorf, Apfelwickler, Feuerbrand,
Pflaumenwickler, Kirschfruchtfliege, Fruchtfäule
an Kirschen, Kartoffelkäfer und Kraut- und
Knollenfäule an Kartoffeln
Kernobst:
Die Hauptinfektionszeiten für
Schorf lagen in diesem Jahr zwischen Mitte April und Mitte Mai.
Wurde dieser Zeitraum nicht abgedeckt,
konnte es zu Infektionen kommen. Bei sichtbarem
Schorfbefall sollten die Behandlungen mit
Präparaten mit dem Wirkstoff Myclobutanil wie z.B.
Pilzfrei Ectivo, Bayer Garten Universal Pilzschutz-M und
Klick&GO Pilzfrei Saprol nach längeren
Nässeperioden weitergeführt werden. Sind die Bäume befallsfrei, sind
keine weiteren Behandlungen notwendig.
Wo erfahrungsgemäß Befall durch den Apfelwickler (Obstmade)
auftritt, sind Maßnahmen gegen die schlüpfenden
Räupchen ab Anfang Juni bis Mitte August zu empfehlen. Geeignet ist
das biologische Granulosevirus-Mittel Granupom Apfelmadenfrei,
das als Bestellset über den Handel zu beziehen
ist. Des weiteren ist auch der Einsatz des Mittels Bayer Garten
Raupenfrei möglich. Die Ausbringung der Mittel
sollte allgemein bei warmer und trockener Witterung gemäß
Gebrauchsanleitung erfolgen. Die chemischen
Behandlungsmaßnahmen können ab Mitte Juni
mit dem Anlegen von Wellpapperingen unterhalb der Krone am Stamm
kombiniert werden. Die erwachsenen Raupen der 1.
Apfelwicklergeneration nutzen die Wellpapperinge gerne als
Unterschlupf zur Verpuppung. Die Ringe sollten ab Anfang Juli im
wöchentlichen Abstand abgenommen werden und die
Raupen, die sich unter der Wellpappe oder in den Löchern
befinden, vernichtet werden.
Quitten, Birnen und Apfelbäume sollten mehrmals auf Infektionen
durch Feuerbrand kontrolliert werden. Der Befall
durch Feuerbrand ist an rasch welkenden und sich schwarz färbenden
Blütenbüscheln und Trieben zu erkennen. Befallsverdächtige
Stellen sind 30 bis 50 cm ins gesunde Holz
zurückzuschneiden. Die Schere sollte nach jedem Schnitt mit Spiritus
desinfiziert werden. Wo erlaubt, sollte das
befallene Material verbrannt werden. Falls dies nicht möglich ist,
kann erkranktes Material auch über die Müllabfuhr beseitigt
werden. Feuerbrand-Symptome können mit
Befallsbildern anderer Schaderreger, wie z.B. Triebwespe, Pseudomonas
und Blüten- bzw. Triebmonilia verwechselt
werden. Ein Ausschneiden der Befallsstellen ist aber
auch in diesen Fällen sinnvoll.
Steinobst:
Gegen den Pflaumenwickler
ist im Garten keine direkte Bekämpfung möglich. Eine
Befallsreduzierung lässt sich durch das regelmäßige Absammeln
befallener Früchte erreichen. Durch die
Beseitigung dieser Früchte wird der Befallsdruck durch die 2.
Generation, die ab Mitte Juli fliegt, deutlich
vermindert.
Eine chemische Bekämpfung der Kirschfruchtfliege ist im Haus- und
Kleingarten auch in diesem Jahr nicht möglich.
Eine Minderung des Befalls lässt sich im gewissem Umfang durch das
Abfangen der Fliegen mittels beleimter Gelbtafeln erzielen. Diese
Methode funktioniert vorzugsweise bei
einzelstehenden Bäumen. Die Fallen sollten ab Anfang Juni aufgehängt
werden. Je nach Größe des Baumes sollten pro m Kronenhöhe 2
Fallen auf die Sonnenseite positioniert werden.
Wichtig ist es auch, den oberen Kronenbereich zu
bestücken, da dort erfahrungsgemäß der größte
Befallsdruck herrscht. Sauerkirschen und frühe Süßkirschen, die
in den ersten 3 Kirschwochen reifen, sind weniger
befallsgefährdet.
Bei Kirschen ist bei nasser Witterung während der Reife mit einem hohem
Infektionsdruck durch die Monilia Fruchtfäule zu
rechnen. Zur Bekämpfung haben sich 2 Behandlungen mit Monizin
Obst Pilz-Frei bzw. Bayer Garten Obst-Pilzfrei bewährt. Die erste
Spritzung erfolgt zum Umfärben der Früchte, die
zweite kurz vor der Ernte der Früchte (Wartezeit 3 Tage). Möglich ist
auch die Anwendung des Pflanzenstärkungsmittels Neudo-Vital, das
die allgemeine Widerstandskraft erhöht. Um die
Ansteckung weiterer Früchte zu verhindern, sollten befallene
Kirschen regelmäßig entfernt werden.
Kartoffeln:
Örtlich sind bereits
Kartoffelkäfer in den Kartoffeln zu finden. Mit dem Höhepunkt der
Eiablage ist in dieser und in der kommenden Woche
zu rechnen. Das regelmäßige Abschütteln oder
Absammeln der Käfer und Larven sowie das Zerdrücken der Eier ist nur bei
kleinen Anbauflächen eine geeignete Maßnahme um
Massenvermehrungen zu verhindern.
Auf größeren Flächen kann Schädlingsfrei Neem gespritzt werden. Die
Behandlung muss 5 Tage nachdem an 50 Pflanzen
mehr als 10 Eigelege gefunden wurden, durchgeführt werden.
Bei entsprechendem Befall sind die Behandlungen zu wiederholen.
In
den Beständen wurden bereits die ersten Befallsstellen der Kraut- und
Knollenfäulefestgestellt. Die Kartoffeln sollten deshalb auf
braunschwarz verfärbte Stängel und bräunliche
Blattflecken kontrolliert werden.
Wenn erste Befallsstellen gefunden werden, können die Bestände
z.B. mit Cueva Pilzfrei, Pilzfrei Dithane,
Trimangol, oder Gemüse-Pilzfrei Polyram WG geschützt werden. Bei
stärkerem Befall ist das Mittel Valbon zu
bevorzugen. Befallene Pflanzen sind eine Infektionsquelle, und
sollten deshalb entfernt und vernichtet werden. |
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Mitteilung
Nr. 7 für den Haus-
und Kleingarten vom 20.05.2009
Heute zu den Themen:
Schorf und Mehltau an Kernobst,
Apfel- und Pflaumenwickler, Grauschimmelfäule an
Erdbeere, Himbeere und Brombeere, Schwarze
Bohnenlaus, Rübenfliege, Kohlmotte und
Lauchminierfliege
Kernobst:
Auch nach der Blüte besteht
wegen dem ständigen Blattzuwachs bei Blattnässe weiterhin
Schorfgefahr. Anfällige Sorten sollten mit einer weiteren
Spritzung geschützt werden, zumal wenn auf
älteren Blättern schon Schorfflecken sichtbar sind. Geeignete Mittel
nach Niederschlägen sind z.B. Pilzfrei Ectivo,
Bayer Garten Universal Pilzschutz-M und Klick&GO
Pilzfrei Saprol. Vor Niederschlägen können Netzschwefel-Präparate
eingesetzt werden. Schwefel sollte bei Birnen
aufgrund möglicher Unverträglichkeit nicht mehr zur Anwendung
kommen.
Die von Mehltau befallenen Triebspitzen
sollten sorgfältig weggeschnitten werden. Die o.g.
Mittel zur Schorfbekämpfung haben auch eine Wirkung gegen
Mehltau. Des weiteren ist die Anwendung von
Bioblatt-Mehltaumittel möglich.
Der Flug des Apfelwicklers und Pflaumenwicklers
hat begonnen. Mit den im Handel angebotenen
Pheromonfallen, kann der Flugverlauf der Schädlinge kontrolliert werden. Eine
Bekämpfung ist mit Pheromonfallen jedoch nicht möglich.
Erdbeeren und
Strauchbeeren:
Bei feucht- warmer
Witterung besteht bei blühenden Erdbeeren, Himbeeren und Brombeeren
Infektionsgefahr durch die Grauschimmelfäule. Es werden 2 bis 3
Behandlungen zu Blühbeginn, in die Vollblüte und
Ende der Blüte empfohlen. Geeignete Mittel sind Bayer Garten
Obst-Pilzfrei bzw. Monizin Obst Pilz-Frei. Speziell in Erdbeere
ist auch die Anwendung von Erdbeerspritzmittel
Botrysan möglich. Bei trockener Witterung ist keine Bekämpfung
notwendig. Um bei Erdbeeren Fruchtfäulen von
bodenbürtigen Pilzen und einem Verschmutzen derFrüchte vorzubeugen, wird
empfohlen, ca. 3 Wochen vor der Ernte Stroh zwischen die
Erdbeerreihen auszulegen.
Bohnen, Rote Bete und Spinat:
Die Schwarze Bohnenlaus hat
ihre Winterwirte verlassen und bildet, insbesondere an Spinat,
bereits Kolonien aus. Bohnen, Rote Bete und Spinat sollten regelmäßig
kontrolliert werden. Vor einer Behandlung ist zu prüfen,
ob der Befall nicht durch die natürlichen Gegenspieler reduziert
wird. Bei einer Massenvermehrung der Blattläuse kann mit der Kali-Seife
Neudosan Neu Blattlausfrei oder einem Rapsölmittel, z.B.
Schädlingsfrei Naturen AF, gespritzt werden.
Neben den Blattläusen sind in den Blättern der
Spinat- und Rote Bete- Pflanzen bereits die ersten Minen
der Rübenfliege zu erkennen. Die befallenen Blätter sind zu entfernen und zu
vernichten.
Erdbeeren:
Bei feucht- warmer Witterung
besteht in blühenden Erdbeerbeständen Infektionsgefahr durch
Botrytis- Grauschimmelfäule. Während der Blüte werden 2 bis 3
Behandlungen gegen diese Krankheit empfohlen. Geeignete
Mittel sind Bayer Garten Obst-Pilzfrei bzw. Monizin Obst Pilz-Frei oder
Erdbeerspritzmittel Botrysan. Bei trockener Witterung ist keine Botrytis-
Bekämpfung notwendig. Um Fruchtfäulen durch bodenbürtige
Pilze und ein Verschmutzen der Früchte zu verhindern,
sollte man ca. 3 Wochen vor der Ernte Stroh zwischen die Erdbeerreihen auslegen.
Kohlgemüse:
Zur Zeit ist ein starker
Flug der Kohlmotte festzustellen. Die Motte legt die Eier, bis zu 200 Stück
am Tag, an die Blattstiele oder auf die Unterseite der Blätter. In den
nächsten Tagen schlüpfen die ersten Raupen. Deshalb
müssen die Kohlpflanzen, vor allem auch die Herzen, sorgfältig auf
Raupen kontrolliert werden. Einzelne Raupen kann man ablesen, starken
Befall mit dem Bacillus thuringiensis- Mittel
„Raupenfrei" bekämpfen.
Lauch:
In Gebieten mit
Weinbauklima ist der Flug der Lauchminierfliege zu Ende. Nur in kälteren
Gebieten muss Lauch weiterhin mit Netzen geschützt werden. |
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Mitteilung
Nr. 5 für den Haus-
und Kleingarten vom 30.04.2009
Heute zu den Themen:
Schorf an Kernobst,
Triebspitzendürre an Steinobst, Kirschenläuse,
Stachelbeermehltau, Grauschimmelfäule an
Erdbeere, Möhrenfliege, Salatblattlaus und
Lauchminierfliege
Kernobst:
Bei wechselhaftem Wetter ist
nach wie vor mit Schorfbefall zu rechnen. Bei empfindlichen
Sorten sollte daher eine weitere Schorfspritzung durchgeführt
werden. In Frage kommt wie bisher als vorbeugende
Maßnahme vor Niederschlägen ein Netzschwefelpräparat (nicht bei
Birne) oder nach Regenereignissen bevorzugt ein Mittel auf Basis
von Myclobutanil wie Pilzfrei Ectivo, Bayer
Garten Universal Pilzschutz-M und Klick&GO Pilzfrei Saprol. Myclobutanil
enthaltende Mittel sollten aus Resistenzgründen höchstens 4 mal
pro Jahr angewendet werden. Die Behandlung sollte
spätestens 3 bis 4 Tage nach Regenereignissen erfolgen.
Mycolbutanil wirkt zugleich gegen den
Apfelmehltau und bei Birnen gegen den Birnengitterrost.Gegen den
Birnengitterrost kann auch das Pflanzenstärkungsmittel Neudo-Vital Pilz
Obstschutz mit 3 bis 4 Spritzungen im Abstand von
7 Tagen eingesetzt werden, das die
Widerstandsfähigkeit der Pflanzen erhöht.
Steinobst:
Der Befallsdruck durch
Blüten und Zweigmonilia war aufgrund der trockenen Witterung während
der Blüte im Vergleich zum Vorjahr im Allgemeinen gering. Sollte
es dennoch zu Infektionen gekommen sein, sollten
die dürren Triebe bis 15 cm ins gesunde Holz hinein zurückgeschnitten
werden. Von der Krankheit sind vor allem Sauerkirschen betroffen.
Befallen werden außerdem Pfirsich, Aprikose, Süß-
und Zierkirschen, Mandelbäumchen und Pflaume.
An Süßkirschen verursacht die Schwarze
Kirschenlaus oft erhebliche Schäden an Trieben und
Früchten. Deswegen jetzt auf erste Lauskolonien kontrollieren und bei Lausbefall
eine frühe Behandlung, z.B. mit einem
Pflanzenschutzmittel auf der Basis von Kali-Seife, durchführen.
Sobald sich die Blätter aufgrund des Saugschadens zusammengekräuselt
haben, ist eine Behandlung nicht mehr sinnvoll.
Beerenobst:
Bei anfälligen
Stachelbeeren sollte gegen den Amerikanischen Stachelbeermehltau eine
weitere Spritzung mit einem Netzschwefel-Mittel ausgebracht werden. Bei
Temperaturen über 20 °C reagieren einige Sorten gegen
Netzschwefel empfindlich. In diesen Fällen ist es ratsam,
die Bekämpfung mit BioBlatt-Mehltaumittel fortzusetzen. Durch Entfernen
befallener Triebspitzen kann zusätzlich der
Infektionsdruck gemindert werden.
Erdbeeren:
Bei feucht- warmer
Witterung besteht in blühenden Erdbeerbeständen Infektionsgefahr durch
Botrytis- Grauschimmelfäule. Während der Blüte werden 2 bis 3
Behandlungen gegen diese Krankheit empfohlen. Geeignete
Mittel sind Bayer Garten Obst-Pilzfrei bzw. Monizin Obst Pilz-Frei oder
Erdbeerspritzmittel Botrysan. Bei trockener Witterung ist keine Botrytis-
Bekämpfung notwendig. Um Fruchtfäulen durch bodenbürtige
Pilze und ein Verschmutzen der Früchte zu verhindern,
sollte man ca. 3 Wochen vor der Ernte Stroh zwischen die Erdbeerreihen auslegen.
Möhren:
Die Eiablage der
Möhrenfliege hat begonnen. Zum Schutz der Möhren ist deshalb in
gefährdeten Gebieten das Abdecken mit Vlies oder Netzen erforderlich. Zur
direkten Bekämpfung kann Insekten-Streumittel Nexion Neu
bei der Saat gestreut und eingearbeitet werden. Der
Aufwand je Meter Saatreihe beträgt 1g.
Salate:
Zur Zeit verlässt die
Salatblattlaus ihre Winterwirte, die Stachel- und Johannisbeeren. Seit 2007
werden in Baden-Württemberg verbreitet auch die Blattlaus- resistenten
Salatsorten befallen. Durch ein Abdecken der Salate mit
Vlies kann ein Zuflug der Blattläuse verhindert werden. Bei
Befall sind Spritzungen mit Kali-Seife, z.B. Neudosan Neu Blattlausfrei,
oder mit Rapsöl, z.B. Schädlingsfrei Naturen AF, möglich.
Lauch, Zwiebeln:
Die Eiablage der
Lauchminierfliege hält noch an. Lauch und Zwiebeln müssen deshalb weiterhin
mit Netzen geschützt werden. |
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Mitteilung
Nr. 4 für den Haus-
und Kleingarten vom 21.04.2009
Heute zu den Themen: Frostspanner an
Kern- und Steinobst, Schorf an Kernobst, Birnengitterrost, Apfelmehltau,
Triebspitzendürre an Steinobst, Schwarze Kirschenlaus,
Stachelbeermehltau und Kohlfliege
Kern- und Steinobst:
Der Befallsdruck durch den Frostspanner ist im Vergleich zu den
Vorjahren gering, so dass im Haus- und Kleingartenbereich im Allgemeinen
keine Maßnahmen notwendig sind.
Kernobst:
Die Niederschläge der letzten Tage erhöhten das Risiko einer
Infektion durch Schorf. Konnte keine Behandlung vor dem Regen
durchgeführt werden, sollte mit einem kurativ wirkenden Präparat auf
Basis von Myclobutanil wie Pilzfrei Ectivo, Bayer Garten Universal
Pilzschutz-M und Klick&GO Pilzfrei Saprol nachgearbeitet werden. Die
Behandlung sollte spätestens 3 bis 4 Tage nach Regenereignissen
erfolgen. Für die nächsten Tage werden nur lokale Schauer vorausgesagt.
Eine weitere vorbeugende Spritzung sollte unmittelbar vor dem Regen mit
einem Netzschwefelpräparat erfolgen. Bei Birnen ist die Anwendung von
Schwefel ab der Blüte aus Verträglichkeitsgründen nicht mehr zu
empfehlen.
Myclobutanil wirkt zugleich gegen den Apfelmehltau und Birnengitterrost.
Gegen den Birnengitterrost kann auch das Pflanzenstärkungsmittel
Neudo-Vital Pilz Obstschutz mit 3 bis 4 Spritzungen im Abstand von 7
Tagen eingesetzt werden, das die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen
erhöht. Zur Bekämpfung des Apfelmehltaus empfiehlt es sich, frühzeitig
Befallsstellen herauszuschneiden.
Steinobst:
Bei regnerischer Witterung besteht während der Blüte besonders bei
Sauerkirschen, aber auch bei Süßkirschen und Zwetschgen weiterhin
Infektionsgefahr durch die Blüten- und Zweigmonilia. Die Behandlungen
sollten bis zur Ende der Blüte fortgeführt werden. In Kirschen sind die
Wirkstoffe Fenhexamid (z. B. Bayer Garten Obst-Pilzfrei bzw. Monizin
Obst Pilz-Frei) und Myclobutanil (z.B. Pilzfrei Ectivo) zugelassen. In
Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Zwetschgen darf nur Bayer Garten
Obst-Pilzfrei bzw. Monizin Obst Pilz-Frei mit dem Wirkstoff Fenhexamid
eingesetzt werden. Befallene Triebe sind zu entfernen.
An Süßkirschen verursacht die Schwarze Kirschenlaus oft erhebliche
Schäden an Trieben und Früchten. Deswegen ist jetzt auf erste
Lauskolonien zu kontrollieren, und bei Lausbefall eine frühe Behandlung,
z.B. mit einem Pflanzenschutzmittel auf der Basis von Kali-Seife,
durchzuführen. Sobald sich die Blätter aufgrund des Saugschadens
zusammengekräuselt haben, ist eine Behandlung mit Kali-Seife nicht mehr
wirksam.
Beerenobst:
Bei anfälligen Stachelbeeren sollte gegen den Amerikanischen
Stachelbeermehltau eine weitere Spritzung mit einem Netzschwefel-Mittel
ausgebracht werden. Bei Temperaturen über 20 9C reagieren einige Sorten
gegen Netzschwefel empfindlich. In diesen Fällen ist es ratsam, die
Bekämpfung mit Bioblatt-Mehltaumittel fortzusetzen.
Kohlgemüse, Radieschen und Rettich:
Die Kohlfliege hat mit der Eiablage begonnen. Zum Schutz vor den
Gemüsefliegen sind deshalb Radieschen, Rettich und junge Kohlpflanzen
mit Vlies oder Gemüsefliegen-Netzen abzudecken. Die Gemüsefliegen-Netze
können auch in den Sommermonaten auf den Kulturen verbleiben. Vliese und
Netze müssen unmittelbar nach der Saat aufgelegt werden und bis zur
Ernte auf Radieschen und Rettich verbleiben. Mit Netzen ist auch ein
Schutz der Kohlanzuchten und der frisch gepflanzten Setzlinge möglich.
Kohlsetzlinge müssen ungefähr 4 Wochen abgedeckt bleiben. Wenn die
Abdeckmaterialien zur Unkrautbekämpfung abgenommen werden, sind sie
sofort nach Abschluss der Arbeit wieder auf die Beete zu legen.
Zur direkten Bekämpfung kann Insekten-Streumittel Nexion Neu bei
Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Wirsing, Rot-, Weiß- und Rosenkohl beim
oder nach dem Pflanzen an den Wurzelhals gestreut und eingearbeitet
werden. Der Aufwand je Pflanze beträgt 0,5 g. |
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Mitteilung
Nr. 3 für den Haus-
und Kleingarten vom 09.04.2009
Heute
zu den Themen: Schorf an Kernobst, Blattläuse an Apfel, Monilia-
Triebspitzendürre an Kirsche, Narrentaschenkrankheit an Zwetschgen,
Birnengallmücke, Amerikanischer Stachelbeermehltau und Lauchminierfliege
Kern- und Steinobst:
Der April ist eine Zeit hoher Infektionsgefahr durch den
Apfelschorf, da jetzt viele Schorfsporen vorhanden sind und bei
regnerischer Witterung häufig Infektionsbedingungen eintreten. Bei
anfälligen Sorten können vorbeugend vor Niederschlägen Schwefelpräparate
ausgebracht werden. Bei Birnen sollte aus Gründen der Verträglichkeit ab
der Blüte kein Schwefel angewendet werden. Kann die Behandlung erst nach
dem Regen erfolgen, sind zulassungsbedingt nur Produkte mit dem
Wirkstoff Myclobutanil wie Pilzfrei Ectivo, Bayer Garten Universal
Pilzschutz-M und Klick&GO Pilzfrei Saprol möglich. Diese Mittel wirken
nur bei Temperaturen über 10 'C, und sollten aus Resistenzg runden nur
maximal 4 mal pro Jahr angewendet werden. Die Behandlung sollte
spätestens 3 bis 4 Tage nach Regenereignissen erfolgen.
Bei Blattläusen setzte bereits der Schlupf ein. Gefährlich sind die
schwarz-grau gefärbten, weniger die grünen Läuse. Apfelbäume sollten
jetzt sorgfältig auf schlüpfende Läuse kontrolliert werden. Bei Bedarf
kann kurz vor der Blüte Schädlingsfrei Neem bzw. Klick&Go Naturen
Schädlingsfrei Neem gespritzt werden. Zur Bekämpfung von Blattläusen
sind auch verschiedene Kaliseifen- Produkte und Mittel auf der Basis von
Pyrethrine + Rapsöl zugelassen. Eine Bekämpfung nach dem Sichtbarwerden
des Befalls, z.B. durch sich kräuselnde Blätter, ist nicht mehr zu
empfehlen.
Bei einem Befall durch die Birnenqallmücke verfärben sich die
Birnenfrüchte schon bald nach der Blüte schwarz, schwellen kugelig an
und sind im Inneren vermadet. Der Befall kann bis zu einem Totalverlust
führen. Wurde im letzten Jahr ein stärkerer Befall festgestellt, ist
eine Behandlung zu Beginn der Blüte und zur Vollblüte mit einem Mittel
auf Pyrethrine- Basis wie z.B. Spruzit Schädlingsfrei möglich. Befallene
Früchte sind rechtzeitig zu entfernen
Bei feuchter Witterung herrscht bei Kirschen Infektionsgefahr durch die
MoniliaTriebspitzendürre. Durch den Pilzbefall sterben bei Sauerkirschen
die jungen Triebe ab, bei Süßkirschen meist nur die Blütenbüschel.
Zwetschgen werden A.R. weniger stark befallen. Eine erste Behandlung ist
unmittelbar vor Blühbeginn zu empfehlen, wenn die weißen Blütenknospen
noch geschlossen sind. Während der Hauptblüte und evtl. gegen Ende der
Blüte sind weitere Spritzungen einzuplanen. Für die Bekämpfung stehen
bei Kirschen im Haus- und Kleingartenbereich Teldor oder Myclobutanil-
Mittel wie Pilzfrei Ectivo, Bayer Garten Universal Pilzschutz-M und
Klick&GO Pilzfrei Saprol zur Verfügung. Bei Zwetschgen ist nur Teldor
zugelassen.
Die Narren- oder Taschenkrankheit an Pflaumen trat im letzen Jahren
verstärkt auf. Die Früchte sind langgestreckt, etwas gekrümmt und
samenlos. Wer im Vorjahr stärkere Ausfälle durch diese Krankheit hatte,
kann zur Befallsminderung das Pflanzenstärkungsmittel Neudo-Vital Obst
Pilzschutz einsetzen. Die erste Behandlung erfolgt beim Austrieb; bei
feucht-kühler Witterung sind 2 weitere Behandlungen in die Blüte
einzuplanen.
Strauchbeeren:
Die Behandlungen gegen den Amerikanischen Stachelbeermehltau sollten
möglichst mit Netzschwefelmitteln fortgeführt werden. Da es bei
Temperaturen über 20°C zu Schäden durch Schwefel kommen kann, sollte bei
höheren Temperaturen vorzugsweise das Lecithinpräparat
BioBlatt-Mehltaumittel eingesetzt werden. Bei Neupflanzungen sollten
weniger anfällige Sorten wie z. B. 'Rokula', 'Rixanta", 'Remarka"
oder'Invicta' gepflanzt werden.
Lauch und Zwiebeln:
Der Flug der Lauchminierflieqe und der Lauchmotte hat begonnen.
Deshalb sollten Steckzwiebeln, Aussaaten von Sommerzwiebeln und
Pflanzungen von Sommerlauch bei nächster Gelegenheit mit Vlies oder
einem Kulturschutznetz abgedeckt werden. |
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Mitteilung
Nr. 2 für den Haus-
und Kleingarten vom 31.03.2009
Heute zu den Themen: Pflegemaßnahmen an
Obstgehölzen, Nistkastenreinigung, Schorf an Kernobst,
Birnenpockenmilbe, Stachelbeermehltau, Verwendung von Kompost, Saat oder
Pflanzung von Gemüse
Pflegemaßnahmen an Obstgehölzen:
Bei den Pflege- und Schnittarbeiten an Obstgehölzen lasst sich durch
einfache Maßnahmen der Infektionsdruck verschiedener Krankheiten
erheblich verringern Dürre Triebe, Zweige und Aste sollten sorgfältig
ausgeschnitten und die größeren Schnittwunden mit einem
Wundverschlussmittel verstrichen werden In Verbindung mit dem Gehölzschnitt
kennen weitere Infektionsquellen wie z.B. Fruchtmumien an Kern- und
Steinobst entfernt werden Krankes Schnittholz sollte möglichst aus dem
Garten entfernt oder vernichtet werden
Nistkastenreinigung:
Vor der neuen Brutsaison müssen spätestens jetzt die alten
Nistmaterialien aus den Nistkasten entfernt und diese gründlich
gereinigt werden, um Vogelparasiten und Lästlinge
zu beseitigen. Dadurch stehen die Nisthilfen den
Hohlen bewohnenden und Insekten vertilgenden Singvögeln wieder
rechtzeitig zur Verfugung
Kernobst:
Sobald das Grün an den Knospenspitzen sichtbar ist, sind anfällige
Apfel- und Birnensorten bei regnerischer Witterung durch den Schorfpilz
gefährdet. Es gilt die Faustregel: Je länger die Bäume im Frühjahr nass
sind, desto größer ist die Gefahr eines Schorfbefalls Daher ist es
äußerst wichtig, die jungen Blättchen, Blüten und
Früchte ab dem Austrieb bis etwa Mitte Juni vor Infektionen zu schützen.
Die erste Behandlung erfolgt während des Spreizens der jungen Blättchen
kurz vor oder nach längeren Nässeperioden. Für den Haus- und
Kleingartenbereich sind zur vorbeugenden Bekämpfung, d B vor
Regenereignissen, Netzschwefelpräparate zugelassen.
Netzschwefelpräparate sollten v.a. zu Beginn der Behandlungen und bei
niedrigen Temperaturen eingesetzt werden.
Kann die Behandlung erst nach dem Regen erfolgen, stehen
zulassungsbedingt nur Produkte mit dem Wirkstoff Myclobutanil, wo z.B.
Pilzfrei Ectivo, Bayer Garten Universal Pilzschutz -M und Klick&GO
Pilzfrei Saprol, zur Verfügung. Die Mittel wirken nur bei Temperaturen
über 10 'C und sollten aus Resistenzgründen nur maxi mal 4 mal pro Jahr
angewendet werden. Die Behandlung sollte spätestens 3 bis 4 Tage nach
Regenereignissen erfolgen.
Birnen:
Im Frühjahr bilden sich auf Birnenblätter oftmals zahlreiche
Verdickungen, die anfangs hellgrün bis rötlich, später schwarzbraun
gefärbt sind. Dieses Schadbild wird durch das Saugen der sehr kleinen
Birnenpockenmilbe die mit bloßem Augen nicht zu erkennen ist,
hervorgerufen. Zur Bekämpfung kann die Nebenwirkung von
Schwefelpräparaten bei der Bekämpfung des Schorfpilzes ausgenutzt
werden. Bei starkem Auftreten in den Vorjahren wird eine erste
Behandlung zum Knospenaufbruch und eine weitere im Abstand von 7-10
Tagen empfohlen
Stachelbeeren:
Bei anfälligen Stachelbeeren sind die vom Amerikanischen
Stachelbeermehltau befallenen Triebspitzen bis ins gesunde Holz zurück
zu schneiden. Befall erkennt man am
gestauchten Wuchs und häufig verdrehten Triebspitzen.
Die abgeschnittenen Triebe sind zu vernichten. Einen zusätzlichen Schutz
bieten Behandlungen z.B. mit einem Netzschwefelmittel. Bei
Neupflanzungen sollten weniger anfällige Sorten wie z. B. 'Rokula', 'Rixanta",
'Remarka" oder'Invicta' gepflanzt werden.
Verwendung von Kompost:
Im Frühjahr ist die richtige Zeit fur Düngergaben mit langsam
wirkenden, organischen Düngern, wo z B Kompost Zur Bodenverbesserung
nimmt man den Reifekompost, der je nach Ausgangsmaterialien nach 1 bis 3
Jahren gut verrottet ist Durchschnittlich werden mit 5 bis 101 Kompost
pro m' etwa 5 bis 10 g Stickstoff pro m' ausgebracht Wenn Sie jährlich
Kompost ausbringen, reicht diese Gabe fur die meisten Stauden und
Ziergewächse, sowie für die schwach- bis mittelstark zehrenden
Gemüsearten völlig aus Der Kompost sollte flächig ausgebracht und mit
der Hacke oberflächlich 3 bis 5 cm tief eingearbeitet werden Lediglich
auf Flachen, auf denen später Mehren oder Zwiebeln ausgesät werden,
sollte man auf Kompostgaben verzichten
Saat oder Pflanzung von Gemüse:
Im Kleingewächshaus kennen Radieschen und Rettich gesät, sowie
Kopfsalat und Kohlrabi gepflanzt werden Trotzdem müssen diese Kulturen
mit Vlies oder Folie abgedecktwerden, um sie vor Nachtfrösten zu
schulzen
In klimatisch begünstigten Lagen kann jetzt bereits auch ins Freiland
gepflanzt werden. Auch hier sind Lochfolien oder Vlies für den
Frostschutz unentbehrlich. |
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Mitteilung
Nr. 1 für den Haus-
und Kleingarten vom 05.02.2009
Heute zu dem Thema: Kräuselkrankheit an Pfirsich
Die Kräuselkrankheit ist die wirtschaftlich bedeutendste Pilzkrankheit des
Pfirsichs. Auch Aprikosen und Nektarinen können befallen werden. Beim
Laubaustrieb im Frühjahr sind die Blätter gekräuselt und missgebildet. Die
Blätter vertrocknen später und fallen ab. Ertragsausfall und Schwächung des
Baumes sind die Folge.
Der Pilz infiziert schon sehr früh die Knospen, sobald diese anfangen zu
schwellen. Milde Witterung mit Temperaturen über 10 913 bei gleichzeitigen
Niederschlägen sind potentielle Infektionstermine, bei denen die erste
Behandlung erfolgen sollte.
Zulassungsbedingt steht für den Haus- und Kleingarten gegen die Kräuselkrankheit
auch in diesem Jahr kein Pflanzenschutzmittel zur Verfügung. Einen gewisse
Befallsreduzierung ist mit dem Pflanzenstärkungsmittel Neudo-Vital Obst
Pilzschutz erreichbar. Weitere Behandlungen sind bis zur Blüte bei den genannten
Infektionsbedingungen konsequent weiter zu führen.
Bei Neupflanzungen sollten möglichst weißfleischige Sorten gewählt werden, da
diese weniger anfällig gegenüber der Kräuselkrankheit sind. Hierzu gehören
'Alexander', ' Benedicte', ' Früher Roter Ingelheimer", 'Rekord aus Alfter',
'Roter Ellerstädter" (Synonym: 'Kernechter vom Vorgebirge"), 'Amsden". Unter den
gelbfleischigen Sorten gilt 'Dixired' als weniger anfällig, bei den
rotfleischigen ist die Sorte 'Roter Weinbergspfirsich" (Synonym 'Peche de Vigne)
sehr robust. |
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