Pflege von Pfirsichbäumen – Je sorgsamer die Pflege von Pfirsichbäumen zwischen Blüte und Ernte, desto besser die Früchte. Gewöhnlich tragen diese Obstbäume von sich aus gut, nicht selten zu gut. Dann muss ausgedünnt werden. Wer das zum ersten Mal tut, muss sich ein bisschen überwinden, denn jeden kleinen Fruchtansatz sieht man im Geiste als dicken Pfirsich. Doch zu viele Früchte werden eben keine guten Früchte, weil der betreffende Baum sie nicht alle optimal ernähren kann. Oft helfen sich die Bäume selbst, indem sie einen Teil der Früchte im Juni abstoßen.
Meist bleiben aber immer noch zu viele hängen. Wenn man dann untätig bleibt, entwickeln sich
diese vielen Früchte nur mäßig, schmecken nicht besonders und erkranken leicht, weil sie sich wegen enger Tuchfühlung untereinander gegenseitig mit Grauschimmel anstecken. Besonders die schon etwas älteren Früchte neigen dazu, kurz vor der Ernte bei feuchter Witterung innerhalb weniger Tage zu faulen.
Der früheste Termin zum Ausdünnen von Pfirsichen kommt wenn die Früchte etwa haselnussgroß sind. Unter Umständen lohnt sich das Ausdünnen indes auch noch bis vier Wochen vor der Ernte. Allerdings verbessert so spätes Ausdünnen nur noch die Qualität der Früchte und hat keinen Einfluss mehr auf die Bildung von reichlich Blütenknospenanlagen für das nächste Jahr. Zwar ist Steinobst weniger anfällig für unerwünschten Ertragswechsel wie Kernobst, doch auch dies bisschen möchte man möglichst vermeiden.
Zusätzlich kräftigt eine entsprechende Düngergabe (organisch) bis spätestens Mitte Juli die Bäume. Haben sich nach dem üblichen, ziemlich scharfen Frühjahrsschnitt viele junge Triebe gebildet, die die heranwachsenden Früchte zu sehr beschatten und auch als potentielle Fruchtträger überflüssig sind, schafft man beizeiten Platz, indem man wegschneidet, was zu dicht steht. Zuerst entfernt man die schwachen Triebe, danach die noch entbehrlichen kräftigen.
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